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Weinjahr 2018

Ein erfreuliches 2018 folgt dem Frostjahr 2017.

Ergiebige Niederschläge in der letzten Mai- und ersten Juniwoche 2018 halfen den Reben im sehr trockenen, warmen und sonnenreichen Sommer und Herbst mehrheitlich sehr gut zu gedeihen. Junganlagen litten teilweise unter der Trockenheit.

Die ersten Trauben (Riesling-Sylvaner) wurden am 10. September geerntet. Bereits einige Tage später begann die Lese von Pinot Noir und Pinot Gris bei optimaler Qualität.
Am 5. Oktober konnten wir die Weinlese mit dem (Rhein-) Riesling 4 Wochen früher als üblich abschliessen.

Dank kühler Witterung Ende August und anfangs September entwickelte sich auch die aromatische Reife der Trauben erfreulich. Die Säure blieb ausgewogen erhalten. Wir ernteten jeweils nur am Morgen, damit die Trauben noch bei kühleren Temperaturen in den Keller kamen. Eine frühe und zügige Ernte war angezeigt, um die Oechslegrade und damit den Alkoholgehalt der Weine auf hohem Niveau zu kontrollieren. Die 2018er- gedeihen im Keller zu sehr schönen, fruchtigen, kräftigen und komplexen Weinen.

Seit 1619 gehörte der Klushof und damit das heutige Tschäpperli und «dessen Zugehört» zum Erblehen der Familie Blarer von Wartensee. Als Lehensträgerin hatte sie dem fürstbischhöflichen Lehensherrn in Pruntrut jährlich zur Herbstzeit einen Zins von fünf Saum «Cluserwein vom Vorschuss also süess von der Trotten....», «Sodann uf Martini fünf Pfund Stebler und vier Zinshühner» zu leisten. Die Folgen der französischen Revolution (1789), das Ende Napoleons (1815), die Restauration und erbrechtliche Zerstückelungen im 19. Jahrhundert bescherten dem Tschäpperli eine wechselvolle Geschichte. Krankheiten der Reben wie die Reblaus und wirtschaftliche Härten der Familie bedeuteten erhebliche Herausforderungen im frühen 20. Jahrhundert. Nach 400 Jahren gehört das Tschäpperli noch der Familie von Blarer und wird heute in einer GmbH gemeinsam mit der Familie Bänninger betrieben.

Am 7. September 2019 feiern wir dieses Jubiläum mit einem Anlass in den Reben.

Wir freuen uns auch dieses Jahr wieder, Sie bei verschiedenen Gelegenheiten im Tschäpperli begrüssen zu dürfen.

 

Der Weinbrief kann hier als PDF heruntergeladen werden.