Liebe Freundinnen und Freunde der Tschäpperliweine
Der Winter 2024/25 war zu mild. Es gab um den 20.11.2024 zwar 30cm Schnee. Das warme Wetter hat damit rasch aufgeräumt. Der Frühling entsprach dem langjährigen Durchschnitt. Der Sommer war warm und angenehm. Wir wurden von heftigen Gewittern und Hagel verschont. Ein wechselhafter Herbst gestaltete die Ernte anspruchsvoll. Das letzte Jahresquartal war von hohen Niederschlagsmengen geprägt. Im 2025 lagen die Niederschläge ca. 40% über dem Durchschnitt.
Insgesamt war das Rebenjahr 2025 erfreulich. Trotz teilweise guten Wetterbedingungen für Pilzkrankheiten, konnten wir dank exakter Beobachtung die Reben gesundhalten. Wir benötigten 5 Pflanzenschutz-Durchfahrten weniger als im 2024. Ende Juli – ca. 10 Tage früher als üblich – setzte die Traubenreife ein. Am 3. September war der erste Erntetag mit Riesling – Sylvaner und am 13. Oktober konnte die Ernte mit Syrah abgeschlossen werden. Die Organisation der Weinlese war bei wechselhaftem Wetter herausfordernd. Sonnige Tage und heftige Regenfälle erschwerten die Planung.
Wir konnten die Trauben jedoch in sehr schöner Qualität und einer Menge im Durchschnitt der letzten 10 Jahre einbringen. Die Weine im Keller entwickeln sich vielversprechend, es wird ein Jahrgang mit sehr fruchtigen, harmonischen Weinen, die in Kraft und Eleganz das Rebenjahr 2025 widerspiegeln.
Die seit längerem geplante Photovoltaik Anlage konnte im Frühjahr 2025 endlich in Betrieb genommen werden. Die dazu gehörende Batterie ermöglicht uns einen hohen Grad an energetischer Autarkie.
Auch im 2025 haben wir uns an verschiedenen Massnahmen zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität im Tschäpperli und im Kluser-Rebberg beteiligt. Die überhandnehmenden invasiven Brombeeren auf der Ruine Tschäpperli werden wir in Zukunft mit Ziegen bekämpfen. Für sie sind die Brombeeren ein Leckerbissen.
Wir haben die Diversität der Traubensorten über die letzten Jahre erweitert. Neu finden Sie im Sortiment einen reinen Cabertin (rote piwi Sorte). Vom Sauvignac (weisse Piwi Sorte) haben wir zum ersten Mal einen Orange Wein – an der Maische vergorener Weisswein – gekeltert.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei Degustationen und Events im 2026 (https://tschaepperliweine.ch/agenda/).
Tschäpperli, im März 2026
Ueli und Barbara Bänninger-Zurflüh
Damian von Blarer
Steffi Wirth und Dieter von Blarer
